ARTHROSEN (OSTEOARTHROSEN)
Verschleiß- oder altersbedingte Veränderungen des Gelenks werden als Arthrosen bezeichnet. Sie sind die häufigsten degenerativ rheumatischen Erkrankungen. Verursacht werden sie durch die mechanische Abnutzung des Gelenksknorpels. Betroffen sind etwa 30% der über 55-Jährigen. Typische Symptome sind Gelenksschmerzen nach einer längeren Ruhephase oder nach längerem Gehen. Betroffen sind hauptsächlich die Knie- (Gonarthrosen) und die Hüftgelenke (Coxarthrosen).
Diagnostiziert wird die Arthrose durch bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen. Blutuntersuchungen spielen keine große Rolle, da Entzündungszeichen in der Regel fehlen.
Ursachen:
Arthrosen entstehen durch die normale Abnützung während des Lebens, aber auch durch Fehlstellungen wie X- oder O-Beine, Übergewicht, Hochleistungssport, durch schwere oder einseitige Arbeit. Auslöser ist also keine Entzündung, sondern mechanische Belastung. Durch sie werden die Gelenksknorpel nach und nach zerstört, irgendwann reibt schließlich Knochen an Knochen, es entstehen schmerzhafte Entzündungen, die auf das umliegende Gewebe übergreifen können. Typisch für Arthrosen sind die so genannten Osteophyten: Knöcherne, zackige Verformungen der gelenknahen Knochen.