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HÄUFIGE FRAGEN

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Erkrankung „Morbus Bechterew“.

WAS IST MORBUS BECHTEREW?

Morbus Bechterew ist eine chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankung, die hauptsächlich die Wirbelsäule betrifft. Sie verläuft in Schüben und ist derzeit nicht heilbar. Hauptsymptom ist der tiefsitzende Rückenschmerz.

Wird die Krankheit nicht oder unzureichend behandelt, entsteht eine typische Körperhaltung: Die Lendenwirbelsäule verliert ihre geschwungene Form und wird gerade. Die Brustwirbelsäule krümmt sich, es entsteht ein Buckel.

IST MORBUS BECHTEREW HEILBAR?

Nein. Mit einer individuell an den Patienten angepassten Therapie ist es jedoch möglich, Anzahl und Dauer der Schübe zu verringern und so die Lebensqualität zu verbessern. Entscheidend ist dabei, dass sich jeder Patient aktiv mit der Krankheit auseinandersetzt.

DARF ICH SPORT BETREIBEN?

Sie dürfen nicht nur, Sie sollen! Sowohl Ausdauer- als auch Krafttraining halten Knochen und Gelenke gesund. Die Top-Sportarten: Rückenschwimmen, Aqua Gymnastik, Nordic Walking, Schneeschuhwandern und Langlaufen.

Auch Radfahren ist sehr gut geeignet, wenn die Lenkerhöhe eine aufrechte Position ermöglicht und der Sattel nach vorne gekippt und gut gefedert ist. Unter den Spielsportarten sind Volleyball und Prellball die Favoriten bzw. jedes Spiel, bei dem sich die Spieler strecken müssen.

LÄSST SICH EINE SCHWANGERSCHAFT MIT DER KRANKHEIT VEREINBAREN?

Wie bei allen chronischen Erkrankungen sollte der Kinderwunsch dringend mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

WAS IST HLA-B27?

Etwa 90 % aller Morbus Bechterew-Patienten tragen das genetische Merkmal HLA-B27, das Eltern an ihre Kinder weitergeben können. Das Vorhandensein von HLA-B27 bedeutet allerdings nicht, dass die Krankheit ausbricht. Der Test des Kindes auf das Erbmerkmal ist nicht unbedingt sinnvoll, da nicht jedes Kind, welches dieses Erbmerkmal trägt, erkrankt.

KÖNNEN ALTERNATIVMEDIZINISCHE VERFAHREN DIE KRANKHEIT HEILEN?

Auch die Alternativmedizin kann Morbus Bechterew nicht heilen. Manche Verfahren können jedoch zusätzlich zur Schulmedizin Erleichterung bringen. Dazu gehören alle Entspannungsverfahren, angefangen bei Qi Gong über Tai Chi bis Yoga. Als alternative Schmerztherapien haben sich Akupunktur und Akupressur bewährt.

GIBT ES EINE MORBUS BECHTEREW-DIÄT?

Generell gilt: Ausgewogene Mischkost ist die beste Basis. Neuen Forschungen zufolge können gewisse Lebensmittel – vor allem Fleisch – den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen. Morbus Bechterew-Patienten wird daher geraten:

  • Maximal zwei Fleischmahlzeiten pro Woche
  • 2 bis 3 Fisch- oder Soja-Gerichte pro Woche
  • Tierische Fette weitgehend durch pflanzliche (Soja-, Lein- oder Rapsöl) ersetzen
  • ½ Liter fettreduzierte Milch oder Milchprodukte täglich
  • Ausreichend Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen. Vor allem Vitamin E wird eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen: Es ist u.a. in Weizenkeimen enthalten, weiters in Haselnüssen, Sonnenblumen-, Raps- und Sojaöl. Vitaminpräparate sollten nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, da eine Überdosis negative Folgen haben könnte.
  • Wenig oder keinen Alkohol trinken, auf Nikotin verzichten

WAS HILFT GEGEN DIE ERDRÜCKENDE MÜDIGKEIT?

Viele Patienten berichten von extremer Müdigkeit – besonders wenn ein Schub vor der Tür steht. Leider gibt es gegen das starke Schlafbedürfnis kein Patentrezept. Manchen Patienten hilft eine Medikamentenumstellung, manche fühlen sich durch eine vom Arzt begleitete Vitamintherapie (Orthomolekulartherapie) besser, manche meditieren. Hilfreich sind generell gesunde Ernährung, Bewegung und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme.

 

PATIENTEN LOG-IN

Die folgenden Informationen sind für Patienten bestimmt, denen vom Arzt ein zu injizierendes Medikament (Biological) von Pfizer (vormals Wyeth) gegen rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Psoriasis oder Psoriasis Arthritis verschrieben wurde. Bitte melden Sie sich an, indem Sie die Chargen-Nummer Ihrer Packung eingeben.

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